Gegen fünf Uhr stand ich auf und marschierte Richtung Kaffeemaschine in die große Wohnküche. Ich öffnete die Balkontür, die auf einen kleinen gusseisernen Küchenbalkon führte. Die Morgenluft war für September schon recht kühl und man spürte, dass des
Sommers letzten Tage gezählt waren. Meine Füße wurden schnell kalt auf den petrol-sandfarbenen Ornamentfliesen. Mir fiel ein, dass ich auf dem Dachboden meiner Eltern nach einem kleinen Läufer für den Küchenboden schauen wollte. In den verwaisten Ecken der Bäckerei bewahrten meine Eltern noch Möbel und Andenken meiner beiden Großeltern auf. Hier hatte ich mir einige Sachen schon zusammengeklaut, um die traurigen Erinnerungen meines Onkels mit schönen Erinnerungen meiner Großeltern zu vereinen. Nicht, dass ich über den Tod meiner Großeltern nicht traurig gewesen wäre, doch sind sie – wie der Lauf der Dinge es nun mal von jedem von uns verlangt – eines natürlichen Todes verstorben. Mein Onkel jedoch wurde viel zu früh und zu plötzlich aus dem Leben gerissen.
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